2.685Tote mit Offroad-Fahrzeugen · USA 2020–2022
1.759 auf Quads (ATVs), 707 in Side-by-Sides, der Rest in Nutzfahrzeugen; 81 % der Toten waren Männer. Überschlag war bei rund 42 % der Todesfälle eine Hauptgefahr, Kollisionen bei rund 27 %.

Ratgeber · 15 Reviere · 15 Betreiber · ihre eigenen Regeln
Den Führerschein bestimmt die Straße, nicht das Quad.
Und das Risiko ist der Überschlag.
Eine Quadtour ist das Abenteuer mit der niedrigsten Einstiegshürde in diesen Revieren – keine Kondition, keine Schwindelfreiheit, Automatik und ein Guide vorneweg – und das mit den verwirrendsten Regeln. Dieselbe Fahrt verlangt auf Mallorca den Autoführerschein im Original und in der Mojave-Wüste nur den Reisepass; das Mindestalter reicht von 12 in Schottland bis 25 in Alcúdia. Der Grund ist fast immer die Straße: Sobald die Tour öffentliche Straßen berührt, ist das Quad ein zugelassenes Fahrzeug, und es gilt Verkehrsrecht. Unten: die Führerschein-, Alters- und Gewichtsregeln von fünfzehn Betreibern wörtlich, was in Deutschland gilt, die günstigste buchbare Tour je Revier und was die Unfallstatistiken aus den USA und Deutschland über Fahrzeuge sagen, die leicht zu fahren und leicht umzuwerfen sind.
Betreiber-Limits in 15 Revieren
Ob du einen Führerschein brauchst, entscheidet die Straße, nicht das Quad. Wo die Tour öffentliche Straßen fährt – Mallorca, Kanaren, Makarska –, sind Quads und Buggys zugelassen, und du brauchst den Autoführerschein (Klasse B), und zwar die Originalkarte: In Randa gelten keine Fotos, Kopien und keine Probeführerscheine, in Alcúdia kein digitaler Führerschein, auf Lanzarote muss er zwei Jahre alt sein. Wo die Fahrt auf Privatgelände oder in der Wüste bleibt – Las Vegas, Phoenix, Marrakesch, Dubai, Bali, Cusco –, verlangen die Betreiber Ausweis und Haftungserklärung, keinen Führerschein. Kualoa Ranch und Cancun Adventures wollen trotzdem einen sehen.
Das Fahralter folgt derselben Linie: 18, wo der Führerschein Pflicht ist (Lanzarote 20, Kualoa 21, Alcúdia 25), 16 auf den meisten Wüstenpisten (Marrakesch, Dubais Buggys, Phoenix, Cusco mit Einverständnis der Eltern), 13 auf den Atlantis-Dünen und bei Kuber auf Bali, 12 auf Perthshires Farmstrecke. Kinder fahren je nach Betreiber ab 4 bis 10 Jahren mit. Das Gewicht gilt eher je Fahrzeug als je Person: 135 kg in Corralejo, 150 kg für ein Doppelquad in Randa, 118 kg in Cancún, 181 kg je Sitz in Phoenix. Fast alle schließen Schwangere aus, die meisten auch Rückenprobleme – die Pisten sind absichtlich holprig.
Und zu Hause? In Deutschland gibt es keine eigene Quad-Klasse. Straßenzugelassene Quads fährst du in der Regel mit Klasse B (ab 18, begleitet ab 17); leichte Quads bis 45 km/h (L6e) schon mit AM ab 15, land- und forstwirtschaftliche Quads mit Klasse L ab 16 – B schließt AM und L ein (§ 6 FeV, ADAC). Helm tragen Fahrer und Beifahrer auf jedem offenen Quad über 20 km/h (§ 21a StVO). In Spanien gilt dasselbe Muster – schwere Quads nur mit B, leichte mit AM – und Helmpflicht seit 2006 (DGT).
| Revier | Station | Führerschein | Alter | Außerdem |
|---|---|---|---|---|
| Las Vegas | Quad · Nellis Dunes & die Mojave | keiner – Lichtbildausweis oder Reisepass | ab 18 zum Fahren | Beifahrer: laut Viator ein Fahrer je ATV und keine Minderjährigen, laut Betreiber-FAQ 6- bis 18-Jährige als UTV-Beifahrer; Helm und geschlossene Schuhe; nur offroad |
| Kanaren: Lanzarote, Fuerteventura & Gran Canaria | Offroad-Buggy · Lanzarotes Lavapisten, Corralejos Dünen, Gran Canarias Schluchten | Autoführerschein im Original; Lanzarote: seit 2 Jahren | ab 18 zum Fahren (Lanzarote ab 20); Beifahrer in Corralejo ab 4, vorn ab 1,35 m | Corralejo: max. 135 kg; Lanzarote: „no weight restrictions“; Straßen und Pisten |
| Mallorca | Quad · die Pisten von Randa und die Straßen von Alcúdia, Pollença und Formentor | Klasse B im Original – keine Fotos, Kopien oder Probeführerscheine | ab 18 in Randa, ab 25 in Alcúdia (21–25 auf Anfrage); Beifahrer ab 6–7 | öffentliche Straßen durch die Dörfer; Doppelquad max. 150 kg (Randa), 160–170 kg (Magaluf) |
| Marokko | Quads & Kamele · Steinwüste Agafay | keiner – „you do not need a driver's license“ | ab 16 zum Fahren; Beifahrer ab 6 mit Erwachsenem | Automatik-Quads, offroad in der Palmeraie und der Agafay-Steinwüste; nicht für Schwangere oder bei Rückenproblemen |
| Cusco, Huacachina & Lima: Peru | Dünenbuggy & Sandboarding · die Dünen um die Oase Huacachina, Ica | keiner – ein Berufsfahrer fährt | Mitfahrer ab 8 bei der GetYourGuide-Tour; bei Viator dürfen Kleinkinder auf dem Schoß mit | du fährst mit, der Arenero fährt; nicht für Schwangere oder bei Rückenproblemen – die Dünen schlagen hart |
| Cusco, Huacachina & Lima: Peru | ATV · Cruzpata nach Moray und zu den Salinen von Maras, Heiliges Tal | keiner – „national or international“ | ab 16 mit unterschriebener Einverständniserklärung der Eltern; Jüngere hinter einem Erwachsenen | Schotterstraßen und Feldwege auf rund 3.500 m; es gibt ein Gewichtslimit je Quad – bei der Buchung fragen |
| Cancún & die Riviera Maya | Quad, Ziplines & Cenote-Bad · Ruta de los Cenotes, Puerto Morelos | keiner im Park (Extreme Adventure); gültiger Führerschein bei Cancun Adventures | ab 18 allein, 16–17 auf einem geteilten Quad mit Erwachsenem; Beifahrer ab 4 (mind. 1 m) | max. 130 kg bei Extreme Adventure, 260 lb (118 kg) bei Cancun Adventures; nicht bei Schwangerschaft, Rücken- oder Herzproblemen |
| Oahu | Ziplines, UTVs & Pferde · Kualoa Ranch, Kaʻaʻawa-Tal | gültiger Führerschein | ab 21 zum Fahren; Mitfahrer ab 5 | UTV-Raptor-Tour auf der privaten Ranch; bis 6 Personen und 2 Fahrer je Fahrzeug; Schwangeren wird abgeraten |
| Dubai & die Emirate | Dünenbuggys und Quads | keiner – für Buggys „not required“; Quads verlangen „basic driving knowledge“ | Buggys ab 16 (starke Modelle ab 18); Quads über 14 laut Viator, 16–55 laut Betreiberseite | private Wüste; Schäden zahlst du selbst; nicht bei Schwangerschaft oder schweren Rücken- oder Nackenproblemen |
| Dalmatien: Split bis Dubrovnik | Quads und Buggys am Biokovo und über Dubrovnik | Klasse B in Makarska; gültiger Führerschein in Dubrovnik | ab 18 zum Fahren in Dubrovnik; Beifahrer ab 10 | Makarska: „2 people on 1 quad (strictly)“, kein Fahrerwechsel für Ungeübte; Skywalk-Eintritt 15 € extra |
| Bali | Quad durch Dschungel, Tunnel und Reisfelder | keiner – das Fahrkönnen wird vor dem Start geprüft | ab 13 allein; 6–12 im Tandem mit Elternteil (Kuber) | Schlamm, Flüsse und Tunnel, überwiegend offroad; die Quads von Bali Quad Discovery tragen zwei Erwachsene bis 250 kg |
| Phoenix & die Sonora-Wüste | Quads in der Sonora-Wüste | „not required“ – nur Ausweis | ab 16 zum Fahren, ab 18 zum Mieten; Mitfahrer ab 4 mit eigenem Kindersitz | 400 lb (181 kg) je ATV und je UTV-Sitz; keine Versicherung im Angebot; keine Röcke oder Kleider auf dem ATV |
| Highlands & Schottland | Quad in Perthshire, Kajak in Glencoe | nicht veröffentlicht – private Strecke | ab 12, und groß genug, um die Bremsen zu erreichen | jeder fährt sein eigenes Quad auf einer angelegten Strecke über Farmland; Helme müssen CE-geprüft sein |
| Kapstadt | Atlantis-Dünen: Quads und Sandboards | nicht veröffentlicht – Pass oder Ausweis für die Haftungserklärung | ab 13 allein; 4–12 nur als Beifahrer mit Erwachsenem | Cape Xtreme: 130–150 kg je Quad; Naturschutzgebiet-Genehmigung 300 Rand vor Ort |
| Madeira | Offroad-Buggy | ein Führerschein je Buggy | ab 18 zum Fahren (Funadventures); Beifahrer über 7 | Offroad-Pisten bei Cabo Girão und im Lorbeerwald; Preis je Buggy für zwei |
Günstigstes buchbares Angebot je Revier, abgerufen 29.09.2026
Quads sind das günstigste Adrenalin auf Thrillgrounds, überall dort, wo Arbeit billig ist: unter 30 € für ein, zwei Stunden in Marrakesch (ab 12 €), auf Bali, in Huacachina, Dubai, Cusco und auf den Atlantis-Dünen – oft mit Mittagessen, Kamelritt oder Sandboard dazu. Auf Mallorca, den Kanaren, in Cancún, Makarska und Perthshire kostet ein halber Tag 35–75 € pro Person; im amerikanischen Westen 90–145 € (Las Vegas, Phoenix, Kualoas UTV). Achte auf die Einheit: Viele Buggy-Preise gelten je Fahrzeug für zwei (Lanzarote 150 €, Madeira 135 €), und ein Doppelquad ist pro Kopf günstiger als ein Einzelquad. Die Tabelle nennt die günstigste buchbare Tour je Revier.
Die besten Daten kommen aus den USA, wo die Verbraucherschutzbehörde CPSC jedes Offroad-Fahrzeug zählt – Quads, Side-by-Sides und Nutzfahrzeuge. Ihr Bericht von 2025 verzeichnet 2.685 Tote in den Jahren 2020–2022, 1.759 davon auf Quads, und im Schnitt rund 115.700 Notaufnahmen pro Jahr 2020–2024; 15 % der Toten und 28 % der Verletzten waren unter 16. Das Muster ist jedes Jahr dasselbe: Das Fahrzeug überschlägt sich, der Fahrer wird abgeworfen. In der Verletzungsstudie der CPSC von 2024 hatte sich das Fahrzeug in 68 % der Fälle überschlagen, und in 83 % wurde die Person herausgeschleudert; nur 23 % der Verletzten trugen einen Helm, und bei mindestens 38 % der tödlichen Unfälle hatte der Fahrer getrunken. Das sind überwiegend Privatfahrer auf eigenen Maschinen, keine geführten Touren – aber die Physik ist dieselbe.
Die Unfallforschung der Versicherer fand bei straßenzugelassenen Quads in Bayern ein mehr als doppelt so hohes Risiko für einen Unfall mit Verletzten wie beim Pkw und ein zehnfach höheres Risiko, getötet oder schwer verletzt zu werden; 40 % waren Alleinunfälle (UDV). Zu Urlaubstouren gibt es wenig: Eine Studie über 226 vom Rettungsdienst in Dubai versorgte Quadfahrer fand ältere Touristen und Expats als größte Gruppe, meist Überschläge tagsüber mit leichteren Verletzungen (BMJ Public Health 2025). Und der britische Reiseverband ABTA warnt, dass viele Standard-Reiseversicherungen Quadfahren ausschließen (ABTA). Die geführte Tour in der Kolonne hinter einem Guide, im vorgegebenen Tempo, mit Helm und nüchtern, ist die Variante, die das meiste von dem vermeidet, was diese Zahlen zählen.
2.685Tote mit Offroad-Fahrzeugen · USA 2020–2022
1.759 auf Quads (ATVs), 707 in Side-by-Sides, der Rest in Nutzfahrzeugen; 81 % der Toten waren Männer. Überschlag war bei rund 42 % der Todesfälle eine Hauptgefahr, Kollisionen bei rund 27 %.
115.700Notaufnahmen pro Jahr · USA 2020–2024
Geschätzt 578.700 in Notaufnahmen behandelte Verletzungen in fünf Jahren, 28 % davon unter 16. In der Sonderstudie 2024 hatte sich das Fahrzeug bei 68 % der Verletzungen überschlagen, in 83 % wurde die Person herausgeschleudert; einen Helm trugen 23 %, soweit bekannt.
Quelle: U.S. Consumer Product Safety Commission, 2025 OHV Report
10×Risiko für Tod oder schwere Verletzung gegenüber dem Pkw · Deutschland
Auswertung von 488 Quad-Unfällen in Bayern 2009–2012: Risiko für einen Unfall mit Verletzten mehr als doppelt so hoch wie beim Pkw, für Tod oder schwere Verletzung zehnmal so hoch. 40 % waren Alleinunfälle, auf sie entfiel rund die Hälfte der Getöteten und Schwerverletzten.
Quelle: UDV – Unfallforschung der Versicherer, Quads im Unfallgeschehen (2013)
Quelle: Betreiber: Arizona Outdoor Fun, Cape Xtreme, Best ATV Tours LV, Scottish Quads; Helmpflicht: DGT, § 21a StVO
In Deutschland mit Klasse B (ab 18, begleitet ab 17) – das gilt für die meisten straßenzugelassenen Quads. Leichte Quads bis 45 km/h (L6e) darf man schon mit Klasse AM ab 15 fahren, land- und forstwirtschaftliche Quads mit Klasse L ab 16; B schließt beide ein. Eine eigene Quad-Klasse gibt es nicht. Im Urlaub verlangen Spanien und Kroatien für Touren auf öffentlichen Straßen ebenfalls den Autoführerschein B.
Ja, aber nur abseits öffentlicher Straßen. In der Mojave- und der Sonora-Wüste, in Marrakesch, Dubai, auf Bali und bei Cusco verlangen die Betreiber nur Ausweis und Haftungserklärung. Sobald eine Tour öffentliche Straßen berührt – Mallorca, Kanaren, Makarska –, brauchst du den Autoführerschein im Original.
Helm tragen (in Deutschland und Spanien Pflicht), geschlossene Schuhe und lange Hose, nüchtern fahren, in Kurven und am Hang das Gewicht nach innen bzw. bergauf verlagern und in der Kolonne Abstand halten. Die meisten schweren Unfälle sind Überschläge, bei denen der Fahrer abgeworfen wird. Und vor der Reise prüfen, ob die Versicherung Quadfahren abdeckt.
Mit 18 überall, wo ein Führerschein nötig ist – auf Lanzarote ab 20, auf der Kualoa Ranch ab 21, bei der Alcúdia-Tour auf Mallorca ab 25. Offroad meist ab 16 (Marrakesch, Phoenix, Dubais Buggys, Cusco mit Einverständnis der Eltern), ab 13 auf den Atlantis-Dünen bei Kapstadt und bei Kuber auf Bali, ab 12 auf der Farmstrecke von Scottish Quads.
Als Beifahrer ja: ab 4 in Cancún, Phoenix, Corralejo und auf den Atlantis-Dünen, ab 6 in Marrakesch und auf Bali (Tandem), ab 7 auf Mallorca und Madeira, ab 8 in den Buggys von Huacachina, ab 10 in Dubrovnik. Die bei Viator gelisteten Wüstentouren in Las Vegas nehmen gar keine Minderjährigen.
Meist je Fahrzeug statt je Person: 135 kg in Corralejo, 150 kg für ein Doppelquad auf der Randa-Tour auf Mallorca (160–170 kg in Magaluf), 130 bzw. 118 kg in Cancún, 181 kg je Sitz in Phoenix, 130–150 kg je Quad in Kapstadt. Viele Betreiber nennen keines – Lanzarote sagt ausdrücklich, es gebe keine Gewichtsgrenze.
Unter 30 € in Marrakesch, auf Bali, in Huacachina, Dubai, Cusco und Kapstadt; 35–75 € pro Person auf Mallorca, den Kanaren, in Cancún, Makarska und Perthshire; 90–145 € in Las Vegas, Phoenix und auf der Kualoa Ranch. Buggys werden oft je Fahrzeug für zwei berechnet.
Es gibt echte Zahlen: 2.685 Tote mit Offroad-Fahrzeugen in den USA 2020–2022 und rund 115.700 Notaufnahmen pro Jahr, meist nach einem Überschlag mit Abwurf. Die Unfallforschung der Versicherer beziffert das Risiko, auf einem Straßenquad getötet oder schwer verletzt zu werden, auf das Zehnfache des Pkw. Das betrifft überwiegend Privatfahrer; eine geführte Tour im vorgegebenen Tempo mit Helm ist etwas anderes – den Überschlag sollte man trotzdem ernst nehmen.
Nein. Fast jeder Betreiber auf dieser Liste schließt Schwangere aus – Las Vegas ATV's, Cape Xtreme und Stellar Adventures ausdrücklich –, die meisten auch Rückenprobleme, weil die Pisten hart schlagen.